Tod, Sterben, Leiden, Untergang. Seit ihrer Erfindung vor über 50 Jahren erlauben Computerspiele den Nutzern solche Momente spielerisch zu erleben. Offenbar suchen wir nach Grenzerfahrungen im Spiel. Suchen den Kick, das Unbekannte. Streben danach, uns im Wettkampf zu beweisen. Im Schutzraum Computerspiel begeben wir uns genüsslich in Gefahren, die uns die virtuelle Welt bietet. Oder… ist es am Ende etwas ganz anderes, das uns bewegt? Heute werden verschiedene Gewaltwirkungstheorien diskutiert. Ihnen allen liegt die Annahme zu Grunde, dass das Spiel über seine virtuelle Oberfläche hinaus wirkt. Und tatsächlich… die von Computerspielen verwendeten Symbole begegnen uns auch außerhalb der Spielwelten.
Was begeistert an der Thematik Tod? Welche Rolle spielt der Tod in unseren Kulturgütern? Wo liegen die Unterschiede der Darstellungen in den einzelnen Spielformen? Ist die Präsentation von Gewalt eine Art Theaterinszenierung? Kurz: Welche Funktion hat das Symbol Tod im Spiel?
Die Dokumentation stellt Expertenmeinungen und Spielszenen gegenüber und nimmt eine emanzipatorische und kulturoptimistische Sichtweise im Umgang mit gewalthaltigen Darstellungen im Computerspiel ein. Ziel ist dabei zum gemeinsamen Dialog zwischen Spielern und Nicht-Spielern beizutragen, Einblick in die Perspektive der Spieler zu erlangen, Öffentlichkeit für eine differenzierte Auseinandersetzung zu sensibilisieren und Spieler zu Reflektion ihres Spielhandelns aufzurufen. |