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Mein Avatar und ich
Identitätsworkshop mit Kindern und Jugendlichen
 
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Mein Avatar und ich

Einführung / Ablauf / Hintergrund / Aufgabenstellung:
Zu Beginn werden grundlegende Begrifflichkeiten umrissen und die SuS nach ihren
Erfahrungen und Nutzung mit virtuellen Profilen und Stellvertretern befragt. Bereits hier soll aufgezeigt werden, dass die SuS Anteile ihrer Persönlichkeit, ihrer Wünsche, Phantasien und Neigungen in ihre Rollen einbringen. So steht die Frage „Wer bin ich?" am Anfang der Auseinandersetzung des Workshops und der meisten interaktiven Spiele bzw. Profile am PC und im Internet. Entsprechend der Altersstufe kann dieser Teil durch die Auseinandersetzung mit der Thematik Identifikations- und Interaktionsprozesse zwischen Spieler und Spielfigur untermauert werden. Ablauf und Aufgabenstellung des Workshops
werden vorgestellt. Dazu gehört einen Avatar mit Hilfe eines populären und aktuellen Computerspiels zu erstellen, mit diesem die Spielwelt zu erkunden und hierbei nach persönlichen Empfinden eindrucksvolle Momente bildlich festzuhalten (via Bildschirmfoto, Srceenshot). Im Fokus der Bilder soll sich dabei ebenfalls der Avatar bewegen. Fotografisches Geschick hinsichtlich Bildausschnitt, Perspektive, Linienführung, Umgebung sowie Licht- und Farbgestaltung fließen dabei ein. Fragestellung hinter der Avatar-Erstellung kann eine der folgenden Punkte sein: Wer möchtest du sein? Wer möchtest du nicht sein? Wie sehen dich andere? Was von dir selbst steckt in deinem Avatar?So mehr Zeit vorhanden ist, sollten die SuS mit konkreten Impulsen auf das Thema eingestimmt werden. Hierfür sind beispielweise die Arbeiten des Künstlers Robbie Cooper http://www.robbiecooper.org/ denkbar, der in seinem Projekt "Alter Ego" Spieler und ihre Avatare abbildet.

Avatarerstellung:
Den SuS wird eine kurze Einweisung in das jeweilige Spiel gegeben. Hierbei ist ggf. zunächst allein der Editor zur Erstellung es Avatar von Bedeutung. Je nach dem zu Grunde liegenden Regelwerk variieren die Gestaltungsmöglichkeiten für die Avatare zwischen rudimentär und opulent. Im einfachsten Fall werden nur die Gewichtungen zwischen wenigen, grundlegenden Fähigkeiten und Äußerlichkeiten festgelegt. In komplexeren Regelwerken gilt es, einen ganzen Katalog von Eigenschaften und Attributen aufeinander abzustimmen. Zusätzlich ist die Wahl eines Nicknames für die erstellten Spielfiguren zu berücksichtigen.
Bei der Wahl des Spiels sollte die Komplexität der Gestaltungsvielfalt mit dem Verständnis vermögen der SuS abgestimmt sein. Gleichzeitig ist zu bedenken, dass Spiele mit einfacher Handhabung oftmals nur eingeschränkte Gestaltungsspielräume gewährleisten. (Mögliche Spiele werden in der Folge angeführt.)

Spielerleben/Fotoshooting:
Im Anschluss an die Generierung der Avatare wird den SuS Gelegenheit gegeben, sich mit diesen innerhalb der Spielwelt zu bewegen. Neben dem Erforschen der virtuellen Spiel- und Erlebniswelten erhalten die SuS die Aufgabe nach Wirkungsreichweiten der Avatare zu suchen. Hierbei erfahren sie die spielspezifischen Besonderheiten hinsichtlich der Kontrolle von Spielfigur, Spielwelt und den Interaktionsmöglichkeiten. So möglich sollte hierbei besonderes Augenmerk auf Mehrspielerprozesse gelegt werden. (Jedoch setzen Mehrspieler-
spiele ein deutliches Mehr an Technik, Wissen und Aufwand voraus.)
Für eine selbstreflektierte Grundhaltung erhalten die SuS im Vorfeld die Aufgabe nach attraktiven und für ihre Spielfigur aussagekräftigen Kulissen innerhalb der Spielwelt zu suchen. Diese sollen den grundlegenden Tenor, der bereits durch die Gestaltung des Avatar und dessen Spielnamen eingeleitet ist, unterstützen. Den SuS werden die technischen Voraussetzungen für die Veränderung von Blickwinkel, Abstand zur Spielfigur und Perspektive vermittelt, um in der Folge aussagekräftige Momente bildlich festzuhalten. So nicht bereits im Spiel impliziert, wird dazu auf zusätzliche Werkzeuge zur Bildaufzeichnung (z.B.: Fraps) zurückgegriffen.

Betitelung/ Bildbeschreibung: 
Die Absichten, Hintergründe, Vorüberlegungen und gesammelten Erfahrungen in der Spielwelt sollen in kurzen Texten (ca. ½ A4 Seite) formuliert werden. Weiterhin werden Bildtitel und Angaben zu den Autoren festgehalten. Bei der Bildbeschreibung wird insbesondere auf Identifikationsprozesse und Interaktion zwischen Spieler  und Spielfigur Wert gelegt. Im Ideal vergleichen die SuS ihre eigenen Fähigkeiten, Wünsche und Handlungsspielräume mit denen ihrer Spielfigur.

Diskussion / Reflexion:
In einer kurzen abschließenden Diskussion werden weitere Eindrücke zusammengetragen und ggf. auffällige Momente thematisiert. Hierbei werden die SuS als Experten angesehen. So zeitlich möglich können eindrucksvolle Werke in der Gesamtgruppe vorgestellt und exemplarisch besprochen werden. Letztlich kann ein Hinweis auf bestehende und thematisch konvenable Plattformen, Kunstrichtungen und Publikationen gegeben werden.

Das Konzept finden Sie auch zum Ausdruck im Materialbereich.

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Tags: Rollenspiel Ästhetische Bildung Avatar Kunstpädagogik Schule Unterricht Artworks
 
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SPAWNPOINT (vom engl.: Laichplatz; to spawn: hervorbringen) bezeichnet in Computerspielen den Einstiegspunkt der Spielfigur an bestimmten oder zufälligen Punkten. Der SPAWNPOINT beschreibt den Beginn, den Anfang der Auseinandersetzung und den Punkt der Wiederkehr im hin und her des Spielprinzips. Ebenso versteht sich das Institut als ein Ausgangspunkt für eine kulturelle und pädagogische Nutzung des Computerspiels.