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Schach und Shooter
Computerspielexperten treffen sich zur Methodenwerkstatt
 

Schach und Shooter

Vom 18.-20. Mai 2012 läd das Institut für Computerspiel – Spawnpoint zehn Wissenschaftler, Gamer und Vertreter der Wirtschaft nach Erfurt ein, um gemeinsam ein medienpädagogisches Workshopangebot zu entwickeln, dass sich konstruktiv mit dem Thema Tod, Sterben und Leiden im (Computer-)Spiel befasst. Darunter sind beispielsweise der Jugendschutzbeauftrage und PR-Dirketor der Turtle Entertainment GmbH Ibrahim Mazari, der Mitarbeiter des Instituts zur Förderung von Medienkompetenz - Spielraum und Dozent der Akademie Remscheid Horst Pohlmann, Sebastian Ring vom Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis (JFF) sowie erfahrene Spieler aus Clans und Gilden.

Die vieldiskutierten Themen "Tod, Sterben und Leiden im (Computer-)Spiel" tauchen in unterschiedlichsten Formen in unseren kulturellen Gütern auf. Das Symbol Tod hat im Spiel heute vielzählige Funktionen. Es dient als Instrument der Spielregeln, zur Inszenierung, als Wettkampfmerkmal, zur Emotionalisierung und hier und da auch der Auseinandersetzung mit der Endlichkeit unseres Lebens.

Ziel des Projektes ist, dass Workshopteilnehmer, und zwar sowohl Spieler, als auch Multiplikatoren und Journalisten, kulturoptimistische und konstruktive Spielerfahrung sammeln und verschiedene Spielformen auf ihre Todessymbolik miteinander vergleichen. Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden offenbar, wenn diese Symbole über verschiedene Spielformen hinweg erlebt und hinterfragt werden. Vom klassischen Schachspiel über das Computerspiel, Zweifelderball bis hin zum Paintball oder Softair erstrecken sich die Spiele, die mit der Fragestellung gespielt und diskutiert werden.

Wie viel ‚Tod‘ braucht ein Spiel? Wo beginnt die Theatralisierung? Welche Rahmungskompetenzen benötigen wir als Spieler? Sind Inszenierung und Funktion voneinander trennbar? Welche Sonderformen gibt es? Ergeben sich daraus Schlussfolgerungen für die Gewaltwirkungsdiskussion?

Die Erkenntnisse aus einer solchen Auseinandersetzung sind jedoch individuell. Im wechselseitigen Diskurs soll keine einheitliche ‚Wahrheit‘ gefunden, sondern die eigene Perspektive geschult und Reflektion des spielerischen Handelns gefördert werden.

Zum Diskurs anregen, kann die eigens produzierte Dokumentation „totgespielt – Die Funktion des Symbols Tod im Computerspiel“ die demnächst auf der Website des Instituts Spawnpoint zu erhalten ist. Darin gehen Experten (Ibrahim Mazari, Sonja Kröger, Martin Lorber, Prof. Dr. Linda Breitlauch und Dr. Sebastian Pranz) den Fragen der symbolischen Funktion von Gewalt- und Toddarstellungen im Computerspiel nach. Die 35minütige Dokumentation wird auch außerhalb des Projektes „Schach & Shooter“ zur Sensibilisierung des Themas beitragen.

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Tags: Workshop Fortbildung Spieldynamik Aufklärung Onlinespiel Gewalt
 
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SPAWNPOINT (vom engl.: Laichplatz; to spawn: hervorbringen) bezeichnet in Computerspielen den Einstiegspunkt der Spielfigur an bestimmten oder zufälligen Punkten. Der SPAWNPOINT beschreibt den Beginn, den Anfang der Auseinandersetzung und den Punkt der Wiederkehr im hin und her des Spielprinzips. Ebenso versteht sich das Institut als ein Ausgangspunkt für eine kulturelle und pädagogische Nutzung des Computerspiels.