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Bühnen der Selbstwirksamkeit - Ein hyperstrukturierter Schwerpunktumriss
Antrittsvorlesung Prof. Dr. Geisler
 
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Bühnen der Selbstwirksamkeit - Ein hyperstrukturierter Schwerpunktumriss

16.1.2013 - 17 Uhr Medienstudio EAH Jena (Haus 5, Etage 3)

Antrittsvorlesung an der Ernst-Abbe-Fachhochschule Jena, Fachbereich Sozialwesen von Prof. Dr. Martin Geisler.

Aktuell erleben wir mit dem Ende der Gutenberg-Galaxie und den in der Sozialität ankommenden Effekten der Internet-Galaxie (Castells 2001) einen, in seinen weitreichenden Wirkungen kaum zu erfassenden Umbruch. Gleichwohl war es schon immer ein Phänomen des menschlichen Lebens, und insbesondere der Jugend, über die real erfahrbare Welt nach Welten der Möglichkeiten zu suchen (Schmid 2004: 400). Es ist der Wille eines jeden Individuums, an der Gestaltung seiner Welt und seiner Wirklichkeit teilzuhaben und die Macht der Möglichkeit zu besitzen – zu partizipieren und sich als wirksam zu empfinden. Treffend formulierte der Theaterautor und Theatertheoretiker Augusto Boal, dass wir alle Akteure sind. „An uns liegt es eine Welt mit eigenen Händen zu bauen und auf die Bühne zu gehen.“ (Welttheatertage 2009). Es ist bekannt, dass ein Ort, je mehr er für die Freiheit des Spiels reserviert ist, desto mehr das Verhalten beeinflusst und Anziehungskraft hat (Chtcheglov 1953). Als Bühnen für diese Selbstwirksamkeit wählen junge Menschen sowohl klassische als auch moderne Künste und neue Medien, beispielsweise Computerspiele. Beide schaffen immer neue Zugänge zum Verstehen des Wirklichen und liefern Beispiele für die Veränderbarkeit des Wirklichen (Bildungskommission NRW 1995: 109). Die große Herausforderung für die Soziale Arbeit besteht nicht nur darin, für sich methodische Vorteile ausfindig zu machen, sondern vielmehr zu erkennen und zu akzeptieren, dass sich grundlegender gesellschaftlicher Konsens und Wertekanon enttraditionalisiert hat. Die in diesem Zusammenhang auftretende Orientierungslast bedarf der Selbstbefähigung als Grundlage jeder Bildung (Herriger 2006: 72f).

Im Vortrag werden Spiel, Medien und Theater als Themenschwerpunkte vorgestellt. Entsprechend ist die Antrittsvorlesung im Sinne hyperstruktureller Vorgehensweisen konzipiert. D.h. das Auditorium ist direkt in den Verlauf der Präsentation eingebunden und entscheidet vor Ort über den Inhalt und die Themenschwerpunkte.
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Tags: Seminar Fortbildung Aufklärung
 
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SPAWNPOINT (vom engl.: Laichplatz; to spawn: hervorbringen) bezeichnet in Computerspielen den Einstiegspunkt der Spielfigur an bestimmten oder zufälligen Punkten. Der SPAWNPOINT beschreibt den Beginn, den Anfang der Auseinandersetzung und den Punkt der Wiederkehr im hin und her des Spielprinzips. Ebenso versteht sich das Institut als ein Ausgangspunkt für eine kulturelle und pädagogische Nutzung des Computerspiels.